Kategorie-Archiv: Wind

Ökonomischer Blödsinn mit dem ökologischen Feigenblatt – aber wir verstehen die Investoren

Lebensraum statt Windfabrik!

Auch in Weuspert und Faulebutter organisiert sich der Widerstand gegen die geplanten Windkraftanlagen. Es wird berichtet von um den Tourismus besorgten Landgasthofbesitzer – siehe auch hier klick – und von Waldbesitzern, die dem schnellen Profit widerstehen :-)

Hoffen wir, dass die vorhandenen Strömungen in Ostentrop und Schönholthausen  ihre Scheu verlieren und nun auch offen gegen die Zerstörung ihres Lebensraums opponieren.

Bericht von Lokal Plus klick hier

ZDF : Frontal 21 berichtet „Wenn für Windräder Wald gerodet wird“

Wie sehr sich die Szenen ähneln. Wie im Schwarz-Grün regierten Hessen der Wald zu Gunsten von Windrädern gekeult wird, könnte als Blaupause für weite Bereiche der Finnentroper Politik gelten. Ob Naturschutz, dass Lebensrecht unserer größten Raubvögel, Gefälligkeitsgutachten oder Brandgefahr – es scheint alles egal solange der Rubel rollt. Bericht Frontal 21 klick

Waldbrandgefahr aber da war doch was. Ja, ein gewisser Ferdinand Funke hat 2017 folgendes gesagt „Waldbrände gefährden sowohl Menschenleben…“ Zitat aus der WP vom 23.6.2017  mehr hier

Derselbe Herr Funke bittet aktuell – 20.7.2018- die Waldbesucher „selbst kleinste Auffälligkeiten zu melden…“ mehr hier.

Und derselbe Herr Ferdinand Funke ist offensichtlicher Profiteur und hat sich in der Politik und im Heimatbund für die Windenergie stark gemacht. mehr hier

Nach den Fakten aus Frontal 21 kann er beweisen, dass es ihm um die Sicherheit gegen lebensgefährliche Waldbrände geht. Ein starkes Zeichen wäre, wenn der Vorsitzende der hiesigen Waldbauern die Tatsachen akzeptiert und seine Meinung ändert.

 

 

 

Weiterhin Planungsstopp für Windkraftanlagen in Finnentrop

Vor der rekordverdächtigen Kulisse von ca. 100 Besuchern fand die Ratssitzung am 4.7.2018 statt.

Das Thema Windkraftanlagen in der Gemeinde schafft etwas, worüber sich jeder Demokrat freuen sollte. Interesse an der Kommunalpolitik.

Die Argumente über die Sinnhaftigkeit dieser „Übergangstechnologie“ sind hinlänglich ausgetauscht. Die Mehrheit der Bewohner der betroffenen Gebiete haben sich ausgiebig informiert und eine Meinung gebildet.

Und die Bürger verlangen von ihren politischen Vertretern Unterstützung für den Erhalt ihres Lebensumfeldes und der Natur.

Als sich diese Strömung noch mit Argumenten wie „es ist nichts in trockenen Tüchern“  hinhalten ließ, waren die Freien Wähler allein unterwegs. Schon vor 4 Jahren informierten die Freien auf Veranstaltungen über das, was sich in Sachen Windkraft zusammenbraute. Anfang 2018, als der Druck aus der Bevölkerung zunahm, schwenkten auch die anderen Parteien teilweise um und beschlossenen einen zeitlich befristeten Planungstop mit Ausstiegsklausel. Diese Ausstiegsklausel versuchten die Freien Wähler zu kippen, leider ohne Erfolg.

Was daraus wurde, konnten die Besucher am 4.7. live miterleben. Der Bürgermeister sah sich gezwungen, die Gemeindeverordneten mit Hilfe einer öffentlichen Erklärung zu bewegen, die Planungen nun fortzusetzen und damit das Moratorium zu kippen.

Das dann nur er selbst für die sofortige Fortsetzung der Planungen stimmte, ist nach seinen zuvor gegebenen Erläuterungen eine beispiellose Klatsche auch aus seiner eigenen Partei.

Keiner der von uns befragten „alten Hasen“ kann sich an eine Abstimmung erinnern, bei der ein Vorschlag des Bürgermeisters nur eine Stimme, nämlich seine Eigene erhalten hat.

Die offensichtlich hin und hergerissene CDU hangelt sich mit dem Vorschlag „im Herbst“ wieder zu beraten von Monat zu Monat. Wie sehr dieses abwartende Verhalten in der DNA der CDU verankert ist, kann man aktuell auch auf der großen politischen Kasperlebühne erleben.

 

Das die Gemeinde Finnentrop den Lennestädter Weg, eigene Gutachten zur Windenergie in Auftrag zu geben, nicht gehen will, nährt die Überzeugung, dass Objektivität nicht gewünscht ist. Ist es Naivität oder Berechnung, dass der Bürgermeister die Gutachten, die im Auftrag der Investoren erstellt worden sind in keiner Weise anzweifelt?

Wäre ein eigenes Gutachten unter Beteiligung der ansässigen Bürger nicht schon ein Wert an sich, weil die Bürger dann zumindest teilweise das Gefühl hätten ernst genommen zu werden?  

Wenn man die einstimmige Meinung der Bürger in den regen Diskussionen im Nachgang zur Sitzung zusammenfasst, sollte die Gemeinde schnellstens ein demokratisches  Forum schaffen, wo der Bürgermeister mit seinen Bürgern auf Augenhöhe und nicht als Hausherr auftritt.

Erfreulich ist, dass sich neben Serkenrode, Schliprüthen, Schöndelt und Fretter nun auch Weuspert organisiert. Erste kritische Stimmen artikulieren sich auch aus Ostentrop, Schönholthausen, Lenhausen, Rönkhausen und Finnentrop.  

Bericht aus der Westfalenpost klick

Wer Wind sät — Altes Testament, Hosea, Kapitel 8, Vers 7:

Wie aus gut unterrichteten Kreisen berichtet wurde, hat sich der Schöndelter Kirchenvorstand einstimmig gegen die Errichtung von Windrädern ausgesprochen.

Das sich dieses Gremium zu eigentlich politischen Entscheidungsprozessen äußert, ist nur auf den ersten Blick ungewöhnlich.

Denn wer in unserer Gemeinde, wenn nicht Schöndelt, hat  bereits Erfahrungen mit Windrädern gemacht.

Was da bisher in Schöndelt steht, ist gegenüber dem was die Profiteure vorhaben – nun sagen wir mal Kleinvieh. Die Enercon E-40.6.44 mit 77m Nabenhöhe und die Enercon E 58-10-58 mit 70.5m sind schon fast niedlich. Auch der Rotordurchmesser von 58m hat mit dem was da zukünftig stehen soll wenig gemein.

Wenn erst die Trümmer mit einer Nabenhöhe von 160m und Rotoren von 150m ans Werk gehen, ist Schluss mit lustig.

Da sich die Emissionen exponentiell zur Anlagensymmetrie verhalten, können die Schöndelter erahnen was ihnen bevorsteht.

Und dann noch eine bemerkenswerte Information. Ein Waldgrundstückbesitzer aus Serkenrode, der Wald auf der Schöndelter Höhe besitzt, soll demnach vom Vorhaben seinen Grund an die windige Industrie abzugeben Abstand genommen haben.

Wenn es so ist, dann ersetzen wir das b beim Abstand durch ein n und bedanken uns für den Mut und die Einsicht.

Altes Testament, Hosea, Kapitel 8, Vers 7: „Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten. Ihre Saat soll nicht aufgehen; was dennoch aufwächst, bringt kein Mehl; und wenn es etwas bringen würde, sollen Fremde es verschlingen.“

Kommentar der Freien Wähler zum Aufsatz von Ferdinand Funke

Heimatkundliche Beiträge Juni 2018, Nr. 48

Ferdinand Funke will Argumente für die Windkraft im Frettertal liefern, die ihm in der Informationsveranstaltung der Interessensgemeinschaft „Gegenwind Frettertal“ am 28. Februar dieses Jahres fehlten. Dazu nutzt er die „Heimatkundlichen Beiträge aus der Gemeinde Finnentrop“ in der Ausgabe Juni 2018, Heft 48. Zweck des Heimatbundes Gemeinde Finnentrop e. V. ist laut Satzung u. a. der Natur-, Landschafts- und Umweltschutz. Mindestens diesem Aspekt hätte Ferdinand Funke sich verpflichtet fühlen müssen. Eine argumentative Darstellung, wie Windkraft, Natur- und Landschaftsschutz miteinander in Einklang zu bringen sind, muss man erwarten, wenn ein Befürworter der Windkraft dieses Forum nutzt. Weil aber Ferdinand Funke in keiner Weise sich in seinen Darstellungen auch nur annähernd am Zweck des Heimatbundes orientiert, stellt sich mir die Frage nach der Legitimation der Veröffentlichung an dieser Stelle.

Der Beitrag von Dr. Paul Richter erfüllt einen Zweck des Vereins, der die Heimatarbeit u. a. im ökologischen Bereich fördern will und den Umweltschutz verwirklichen möchte. Die Gesunderhaltung der Menschen ist also ein Kernanliegen des Heimatbundes. Die Errichtung von Windkraftanlagen logischerweise nicht.

Selbstverständlich darf Ferdinand Funke seine Meinung und seine Einstellung zur Windkraft vertreten. Er sollte dies tun. Er hätte dies vor allem in der Veranstaltung Ende Februar in der Schützenhalle tun können. Dort wurde ihm ein Forum des Widerspruchs gegeben. Ich habe ihn dort nicht vernommen. Er hätte dies auch in zwei Veranstaltungen tun können, die die Freien Wähler für Finnentrop in den Jahren 2014 und 2018  in Serkenrode durchgeführt haben. Jedesmal Fehlanzeige.

Nun hofft er über seinen Beitrag in den „Heimatkundlichen Beiträgen aus der Gemeinde Finnentrop“ zur „Versachlichung beitragen zu können“.

Da sind aber massive Zweifel angebracht. Von problemverpflichteter Sachlichkeit kann überhaupt keine Rede sein: Ein einziger Reigen von Behauptungen und Lamentos über die Windkraftgegner. Keine nachvollziehbare Antwort auf irgendein Problem, das die Windkraftgegner umtreibt.

An folgenden ausgewählten Stellen ist zu widersprechen:

  • Windkraftanlagen im Frettertal seien nichts gegen den Braunkohleabbau. Da kann doch so ein bisschen Natur herhalten. Ferdinand Funke bedient sich des Standardsvorwurfes: Ihr Windkraftgegner regt Euch über ein paar Bäume auf, während wegen der Braunkohle ganze Dörfer weggebaggert werden. Manchmal sollte man die Mathematik bemühen. Damit nämlich lässt sich die Energiedichte und der Flächenbedarf für alle Arten der Stromerzeugung berechnen und vergleichen. Garzweiler II z. B. hat einen Flächenbedarf von 48 km². Die dort vorhandene Braunkohle hat eine Masse von 1,3 Milliarden Tonnen. Wollte man Garzweiler II schließen und durch Windkraft ersetzen – die Rechnung erspare ich Ihnen – müssten 1.000 km² an Fläche herhalten, um 6.700 Windkraftanlagen zu errichten. Da diese natürlich wegen ihrer Beschaffenheit nicht dicht an dicht stehen können, wird man sie über das ganze Land NRW verteilen. Der mittlere Lageabstand läge dann bei 2.500 m von WKA zu WKA. Aber all diese Anlagen hätten ein Riesenproblem, wenn der Wind nicht weht: Sie könnten die Versorgung des Landes nicht sicherstellen. Auch dieser errechnete großflächige Verbund ändert daran nichts. Ihr Flächenverbrauch ist 20 mal höher als bei der Verstromung von Braunkohle.
  • Windenergieanlagen seien mit Abstand die „effizienteste Technologie“. Eine steile These. Leider völlig unhaltbar. Die Beweislast dafür überlasse ich dem Bundesverband der Industrie (BDI). Aus der Tageszeitung „Die Welt“ vom 19. Januar 2018 zitiere ich dessen Erkenntnisse: „Gerade die uneffizientesten Ökostrom-Techniken wurden am stärksten subventioniert“. Der BDI hat 200 Experten die Energiewende rechnen lassen und kam schließlich zu diesem Ergebnis.
  • „Die Windenergie-Skeptiker“ würden sehr ideologisch argumentieren, wenn diese den Rückbau anzweifeln. Fakt aber ist: In Niedersachsen wird der Beton beim Rückbau nur bis 2,5 Meter unter der Geländeoberkante abgetragen. Das für Umwelt und Bau zuständige Bundesministerium schreibt zwar den gesamten Rückbau vor, verwies aber bei allen Beschwerden in Niedersachsen auf die dortigen Landesbehörden. So finden sich heute schon in Niedersachsen Beton-Mülldeponien unter Tage. Nun sind die Fundamente wegen des dortigen Sandbodens in Niedersachsen erheblich tiefer (20-30m) als im Sauerland, weil hier auf festem Fels gebaut wird. Doch sollten die Kosten für den Rückbau, von denen Ferdinand Funke spricht, zu niedrig angesetzt sein, dann besteht die Gefahr, dass auch hier im Sauerland nicht alles rückgebaut wird. Dann kommt Erde darüber, und man lässt Tannenbäume darüber wachsen. Die Betonfundamente, auf die sich der Autor bezieht, sind aber nicht das einzige Problem im Rückbau. Die Entsorgungs- und Recyclingsindustrie, allen voran Remondis, warnt schon seit langer Zeit vor den Mischungen an den Rotorblättern aus Glas- und Kohlefasern, die mit Polyestern oder Epoxyd-Harzen verklebt sind. Bei deren Entsorgung gibt es enorme Probleme.
  • Schlimm wird es beim Infraschall. Da gehen Ferdinand Funke nun völlig die Pferde durch: „Im Übrigen erzeugt eine Wärmepumpe im Keller, die zur Erzeugung von warmem Wasser dient, auch Infraschall – und das direkt im Haus der Bewohner.“ Und dann spricht er vom Hintergrundrauschen, dass seiner Meinung nach den Infraschall überdeckt. Er spricht von Messungen des Infraschalls in Verbindung zur Wahrnehmungsschwelle des Menschen. Also hier hat Ferdinand Funke nun wirklich gar nichts verstanden. Die schädliche Wirkung des Infraschalls hat nämlich mit der hörbaren Wahrnehmungsschwelle und den von ihm genannten geringen Abständen der Wohnsiedlungen zu Windkraftanlagen rein gar nichts zu tun. Mit den bisher angewandten Mess-und Auswertungsmethoden werden die tieffrequenten Infraschall-Anteile überhaupt nicht erfasst. Wenn alle 1 bis 2 Sekunden ein Roterblatt am Turm vorbeistreicht, entsteht dort der stärkste Infraschall. Die Rotorblätter erreichen dabei eine Geschwindigkeit von 300 km/h und mehr. Weitere Ursachen für Infraschall durch eine Windkraftanlage sind die Biegeschwingung des Turms oberhalb der Erdoberfläche und im Fundament mit dessen eigener Biegeschwingung, die sich in Felsgestein intensiver ausbreitet. Natürlich hat Ferdinand Funke recht, wenn er die Wärmepumpen als Infraschallquellen anführt. Mit solcher Argumentation könnte Ferdinand Funke aber auch die Kernkraftwerke verteidigen. Jeglicher Hinweis auf gefährliche Strahlung, auch bei einem GAU lässt sich schnell relativieren: Menschen sind doch andauernd der natürlichen Radioaktivität ausgesetzt, werden geröntgt, cetiert und bestrahlt. Bemühen wir die Physik: Laut deren Erkenntnissen berechnet sich die kinetische Energie nach der Formel E=m*v²/2. Die Geschwindigkeit (v) steht in dieser Formel im Quadrat. Und: je größer die Masse ist, um so höher ist die Energie. Da Mathematik und Physik nicht im Verdacht stehen, Befürworter oder Gegner der Windkraft zu sein, ist völlig unideologisch klar, dass die Energie, die bei einer Wärmepumpe frei und umgewandelt wird, ungleich niedriger ist als bei einer Windkraftanlage.
  • Ferdinand Funke sieht keinen Werteverfall durch Windkraftanlagen. Das sei in Norddeutschland so nachzuweisen. Zur Begründung nennt er Cuxhaven, Aurich, Leer, Emden und Nordfriesland. Er sollte wissen, dass diese Gebiete allesamt zu den strukturschwächsten Landschaften in Deutschland zählen. Dort sind neben den ostdeutschen Orten die niedrigsten Immobilienpreise. Wenn Sie 2016 ein Einfamilienhaus (100 m² Wohnfläche) in Finnentrop kaufen wollten, musste man 2.180 € pro m² zahlen, in den Gebieten, die Ferdinand Funke anführt dagegen nur 1620 € pro m². Tiefer geht es ja kaum. Und darum ist die Beeinträchtigung der Windkraft auf die Immobilienwerte dort kaum zu spüren.
  • Auf deutschen Nordseeinseln stehen keine Windkrafträder. Da hat sich Ferdinand Funke sehr schlecht informiert. Selbst auf der größten Nordseeinsel Sylt dreht sich kein einziges Windrad. Erst 32 km vom Strand entfernt stehen im Windpark Butendiek 80 Windräder im Wasser. Dort bekommt der Urlauber davon nichts mit. An den ostfriesischen Inseln sorgt die Erdkrümmung dafür, dass die Windkraftanlagen im Meer, wie von Geisterhand verschwinden. Erst bei sehr klarer Sicht kann man nachts und nur nachts das Blinken sehen. Schließlich sind die Anlagen in einer mittleren Küstenentfernung 65 km von der Küste entfernt. Wer daraus einen Zusammenhang zum Tourismus entwickelt, kann auch behaupten, die Luft in den Ruhrgebietsballungsräumen sei durch den Straßenverkehr völlig unschädlich, weil doch im Frettertal immer noch Fahrradfahrer den Radweg nutzen würden.
  • Geldverdienen ist an sich keine verwerfliche Tat. Für Ferdinand Funke gilt: Indem mit der Windkraft Geld verdient wird, „ist eines der Gegenargumente, dass man Windparks nicht wirtschaftlich betreiben könne, ad absurdum geführt“. Wenn also mit einem Produkt Geld verdient wird, dann ist es wirtschaftlich. Ebenso könnte die Bundesregierung den Bau von Panzern in Auftrag geben und anschließend die produzierten Panzer sofort tief im Ozean versenken. Auch hier findet man die ganze Kette derjenigen vor, die daran verdienen: Investoren, Grundstückseigentümer, auf deren Fläche große Hallen zu bauen sind, Kommunen, die entsprechende Gewerbesteuern generieren und die gesamte Lieferkette. Viele verdienen, also ist das wirtschaftlich. Doch wo ist der Haken? Der Steuerzahler ist in der Kette das letzte Glied. Er muss bezahlen. Bei den Panzern versteht jeder sofort: Es wird am Markt vorbei produziert. Doch das gilt genauso für die Windkraft. Es wird ohne Rücksicht auf die Marktsituation Strom ins Netz eingespeist. Geschuldet ist dieser Unsinn der Attraktivität durch das EEG. Die Stromverbraucher zahlen pro Jahr dafür mehr als 25 Milliarden Euro. Und der Beitrag von Wind- und Solarstrom zur Deckung der erforderlichen Primärenergie beträgt gerade einmal drei Prozent. Deren Kosten sind immens, der Verdienst einiger weniger ebenso. Bis zur Jahrhundertmitte rechnen Bundesrechnungshof und BDI mit Kosten von zwei bis drei Billionen Euro. Das funktioniert nur über die gigantische Geld-Umverteilung vom Verbraucher zu denen, die daran verdienen. Wie kann man das wirtschaftlich nennen? Volkswirtschaftlich gesehen ist die Windkraft, die über das EEG finanziert wird, grober Unfug. Genauso wie Panzer zu bauen, um sie im Meer zu versenken.

Clemens Bernemann

2.Vorsitzender

Freie Wähler Finnentrop

Windkraft – Veranstaltungen in Serkenrode

Nachdem nun sowohl die Windkraftgegner als auch die Befürworter ihre Veranstaltungen in der Schützenhalle Serkenrode abgehalten haben, ist es Zeit das Geschehen Revue passieren zu lassen.

Da sind die durchgestylten, geschulten Marketingprofis aus verschiedenen sauerlandfernen Städten. Sie machen ihren Job, bewerben die Windkraftwerke,  denn schließlich bleibt bei der großen Subventionsorgie für jeden etwas übrig. Sie haben gelernt sich als gute Menschen zu präsentieren, die mit Windkraft die Welt retten.

Nun ja, dass sogar lokale Vereine etwas abbekommen sollen ist ja scheinbar Teil des Big Business. Das sich Profiteure und deren Unterstützer zum Geburtstag nicht mehr gute Gesundheit, sondern wenig Gegenwind wünschen läßt aber tief in die Gedankenmuster blicken.

Und dann die Gegenwindler. Allesamt Amateure, die ihren Lebensunterhalt fernab von Subventionen verdienen. Was ist die Motivation damit man seine Freizeit opfert um Nein zu sagen?

Ich glaube, es ist der tiefe Wunsch nach einer heilen Umwelt, nach Schönheit und Geborgenheit. Es ist das Verlangen sich nicht mehr für dumm verkaufen zu lassen. Kurzum, es ist der Kampf von Profitgeilheit gegen Herzblut.

Die andere Seite

„Nach dem Todesstoß für die Tallage in Finnentrop zieht man nun die Giftspritze für das Frettertal auf…. „ schrieb Clemens Bernemann schon am 21.5.2014 in seinem Leserbrief in der Westfalenpost. Klick hier  Der stellvertretende Vorsitzende der Freien Wähler Finnentrop e.V. beschrieb schon vor 4 Jahren das aktuelle Szenario. Typisch Freie Wähler, das ist mal wieder alles übertrieben, war die breite Meinung der braven Christdemokraten, die mir damals bei Diskussionen reflexartig mitgeteilt wurde.

Wie  schrecklich die Vorstellung ist, dass die frühe Warnung nun Realität werden soll, kam mir in den Sinn, als ich die Stawag Bilder zum ersten Mal gesehen habe. 

Und noch viel schlimmer dann die Erkenntnis, dass nicht nur das Frettertal, sondern auch die Gegend um Weuspert, Schliprüthen und Faulebutter u.s.w. vor dem landschaftlichen Aus stehen sollen. Wenn Möppels schöne Terrasse den Blick auf sieben 240m hohe rotierende Industrieanlagen freigibt, dann können wir auch gleich auf dem Finnentroper „Lichtblick“ die Kühltürme von Menshen betrachten.

Die ganze Idiotie wird aber erst bei einem ausgedehnten Sparziergang durch die riesigen Wälder der „Weusperter“ Bergseite erfahrbar.

Hier einige Impressionen, die – wie Clemens Bernemann schrieb, der Giftspritze – zum Opfer fallen sollen.

Wer kämpft kann verlieren, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren! Es ist unserer Aufgabe die einzigartige Bergwelt zu erhalten!

DSC09098-s DSC09103-s DSC09109-s DSC09110-s DSC09113-s

4 bei Ramscheid und 7 auf der anderen Seite

Für viele der schönste Bereich Finnentrops steht auf dem Spiel. Nun prahlt der nächste Projektierer vom Frettertal. Was die mit unserer Natur und den Menschen planen, haben die schon visualisiert und vermutlich ergötzen sich die Investoren und deren Versteher schon daran. klick hier

Diesmal nicht Ostwind aus Regensburg und auch nicht Sl aus Gladbeck, sondern mit „bis zu 7 Anlagen“ Stawag aus Aachenklick hier