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Ökonomischer Blödsinn mit dem ökologischen Feigenblatt – aber wir verstehen die Investoren

Schwarzer Peter Spiel – oder die Verantwortung der CDU

Spricht man mit lokalen CDU Mitgliedern, so bekommt man zu hören, dass man sich ja in der Windkraftproblematik schließlich an Gesetze halten müsse.

Doch wer hat in Deutschland das Sagen, erlässt Gesetze und Verordnungen und kann diese auch ändern?

Im Bund – Angela Merkel CDU

Im Land – Armin Laschet CDU

Im Regierungsbezirk – Hans-Josef Vogel  CDU

Im Kreis – Frank Beckehoff CDU

In der Gemeinde – Dietmar Heß CDU

Also was soll das Gejammer der Christdemokraten? Die CDU ist schließlich für uns in der Gemeinde Finnentrop, durchgängig die Partei an der Macht. Wenn sich die unteren Parteichargen jetzt hinter den oberen Chefs verstecken, dann ist das einfach der typische Herdentrieb.

Warum fällt mir jetzt plötzlich der Titel des bemerkenswerten Buches von Hannes Jänicke ein ? „Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche“.

PS. Das Buch ist unbedingt lesenswert. Hier noch ein Zitat: “Vergesst Eure Angst! Habt Mut zu Individualität und Eigensinn, zum Ausscheren aus dem System.”

 

 

 

 

 

1000m Mindestabstand – endlich hat sich die lokale CDU geoutet!

Endlich – hat sich die lokale CDU zum Thema Windkraft in unserer Heimat geoutet. Sie wollen sich doch tatsächlich bei der Landesregierung dafür einsetzen, dass ein “Mindestabstand von mindestens 1000 Metern” eingehalten wird. Sie wollen sich also bei der CDU geführten Landesregierung, die im Landesentwicklungsplan NRW einen “Vorsorgeabstand” von 1500m beschrieben hat, für mindestens 1000m einsetzen. Welch großartige Tat. Danke für die Unterstützung. (Als Randinfo, in Bayern wären bei den bei uns geplanten Anlagen mindestens 2400m fällig)

Kein Wort über wieviel Windräder an einem Standort, kein Wort über die Höhe der Turbinen, kein Wort über die maximale Länge der Schneisen, die durch Zuwege in die Wälder geschlagen werden. Das, genau das, ist die perfekte Einladung an die Investoren sich unserer Landschaft zu ermächtigen.

Windkraft in der Gemeinde Finnentrop – still ruht der See (bis nach der Kommunalwahl?)

von Christian Vollmert Freie Wähler Finnentrop

Auf meine Anfrage im Haupt- und Finanzausschuss am 12.05.2020 zum Sachstand der Eingaben und Einwendungen der Bürgerinnen und Bürger zur geplanten Ausweisung von Vorrangflächen für Windenergieanlagen in der Gemeinde Finnentrop konnte die Verwaltung keine Auskunft erteilen.
Bereits am 25.02.2020 und am 27.04.2020 hatte ich schriftlich das mit der Bearbeitung der Eingaben beauftragte Planungsbüro WoltersPartner in Coesfeld um Auskunft zum Sachstand gebeten. Leider bis heute ohne Antwort.
Meinen Vorwurf im HFA, man wolle die Angelegenheit bis nach der Kommunalwahl vertagen, wollte Bürgermeister Heß nicht gelten lassen.
Die von den betroffenen Einwohnern mit hohem Aufwand und zeitlichem Druck eingereichten Einwendungen bleiben somit seit nunmehr 6 Monaten unbeantwortet.

Folglich stellt sich die Frage: Nimmt man die berechtigten Einwendungen überhaupt ernst?

Immobilien im 8km Umkreis von Windanlagen erleiden Verluste. Umfangreiche Studien der Universitäten – Bochum, Dortmund, Essen und des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung bestätigen die schlimmsten Befürchtungen.

Immobilien im 8km Umkreis von Windanlagen erleiden Verluste. Umfangreiche Studien der Universitäten – Bochum, Dortmund, Essen und des Leibnitz-Instituts für Wirtschaftsforschung bestätigen die schlimmsten Befürchtungen.

Die Universitäten und das RWI veröffentlichten ihre Untersuchung die auf 2.7Mio. Daten beruht. Das alarmierende Ergebnis beschreibt die negativen Auswirkungen auf den Immobilienwert bis 8km Abstand zu den Windturbinen. In der Spitze – ländlicher Raum, ältere Gebäude und 1km Umkreis verloren die Gebäude 23% an Wert.

Die während des Untersuchungszeitraumes  (bis 2015) gebauten Anlagen erreichen Spitzenabmessungen von 160m Höhe und 99m Rotordurchmesser. klick Es ist offensichtlich, dass bei den geplanten Turbinen in der Gemeinde Finnentrop (240m Höhe und den Rotordurchmesser von 170m) das Ergebnis noch desaströser ausfallen würde.

Weiterhin attestiert die 8km Einflusszone der Untersuchung, dass auch Orte wie u.a. Fretter, Ostentrop, Schönholthausen, Weringhausen und Finnentrop betroffen sind. Etliche Millionen Euro Wertverlust sollen den Menschen hier neben der Beeinträchtigung der Gesundheit, der Schädigung der Natur und des dörflichen Zusammenhaltes zugemutet werden.

Jeder Mensch in den betroffenen Orten kann nur hoffen,  zu denen zu gehören, die wenig sensibel auf Infraschall reagieren. Denn den Menschen, die gesundheitliche Schäden erleiden, bleibt oft nur die Flucht und der Verkauf der Immobilie. Und dann, dass hat uns die Studie gelehrt, erzielt man eben deutlich weniger Erlös, wenn man überhaupt jemanden findet, der freiwillig unter Windrädern leben will.

Bericht Focus klick

Die Studie – leider nur in Englisch. klick

 

Prof. Sinn :” Es reicht nicht aus, dass wir uns schädigen, sondern es muss auch einen Effekt haben”

Dieses Zitat kommt in den Sinn, wenn man sich die “grünen Experten” in Diskussionen antut.

Zumindest bemerkenswert ist, dass in öffentlichen Diskussionen die Speicherfähigkeit für erneuerbare Energien als Nachteil zumindest angesprochen wird. Die Befürworter der Windenergie haben dann auf dem Fuß Lösungen parat. Pumpspeicher, Batterien sind meistgenannte Technologien, die das Thema Speicherung dann auch schnell wieder in den Hintergrund stellen.

Rechnen wir doch mal nach – und keine Sorge man braucht nur die Grundrechenarten.

Über Europas größte Batterie in der Lausitz haben wir bereits berichtet. mehr hier

Dann bleiben scheinbar Pumpspeicherkraftwerke als die beste Option.

Zum Glück haben wir in der Gemeinde Finnentrop eine solche Anlage. Ausgelegt war das Pumpspeicherbecken in Rönkhausen für eine Kapazität von 690 MWh.

Nun nehmen wir mal nur die 11 (von aktuell ca. 30.000 Windrädern in D)  geplanten Anlagen in Serkenrode mit der Nennleistung von 53MW.

Die maximale Volllastspeicherzeit ist 690MWh/53MW = 13Stunden.

Und das gilt nur, wenn das Oberbecken bei der Speicherung komplett leer war und nach den 13 Stunden dann komplett voll ist.

Um dieses Problem zu entschärfen, ist das Rönkhausener Werk mit Kosten von 25Mio Euro saniert und die Speicherfähigkeit um sagenhafte 45MWh erweitert worden. mehr hier

Doch damit erhöht sich die Speicherkapazität der 11 geplanten Serkenroder Anlagen um ca. 54Minuten.

Spannend ist, dass beide Speichertechnologien, also die Erweiterung vom Pumpspeicher und der Bau von LI Ionenbatterien auf vergleichbare Kosten von 25Mio€ für ca. 50MWh kommen.

Da die beiden vorgestellten Varianten gerade investiert worden sind, entsprechen sie offensichtlich dem aktuellen Stand der Technik.

Damit kostet die Speicherkapazität von 1MWh ca. 500.000Euro an Investitionen. Folgekosten sind darin noch nicht enthalten.

Das wiederum bedeutet, dass wenn man nur eine Stunde Nennenergie einer 5MW Windturbine speichern will, Investitionskosten von 2,5Mio Euro anfallen.

Das natürlich eine Stunde keine Lösung für tagelange Flauten ist, ist logisch. Wollte man einen Tag zwischenspeichern, so wären die Speicherkosten pro Anlage bei 60Mio.€.

Wie aberwitzig diese Speicherdiskussion ist, zeigt dass dieser eine Tag einer Anlage in etwa doppelt so viel Investitionen kostet wie der gesamte Haushalt der Gemeinde Finnentrop im Jahr.

Wenn man das auf die in Europa bereits installierten Windenergieanlagen bezieht, so ist selbst von der Leyens Green Deal Billion Steuergeld lächerlich.

Aber vielleicht gelten ja ab sofort die Grundrechenarten nicht mehr – zumindest in Deutschland.

Windenergie – gibt es nichts Neues?

Zugegeben wir warten immer noch auf die Beantwortung der 85 Einwendungen gegen die Serkenroder Windplanungen durch die Verwaltung der Gemeinde.

Aber erfreulicherweise melden sich immer mehr herausragende Persönlichkeiten der jungen Deutschen Geschichte, die Tacheles reden.

Beispielhaft sind hier der bekannte Ingenieur und Wissenschaftsjournalist Jean Pütz und Prof. Sinn, der deutsche Ökonom und langjährige Chef des Ifo Institutes.

Des weiteren erzielt die Naturschutz Initiative e.V. beachtliche Erfolge zu Gunsten der Natur und Umwelt.

mehr hier

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Grünes Berlin – von wegen!

Da fordern die Schwarz-Rot-Grünen Politiker immer wieder die Menschen auf dem Land auf doch Windindustrie in ihren Wäldern zu dulden. Wie sieht es den eigentlich im Land Berlin aus? Da sollten doch die Damen und Herren mit guten Beispiel vorangehen. Noch dazu sind in der Rot / Rot / Grünen Landesregierung zwei Grüne Senatorin verantwortlich für Energie, Wirtschaft und Umwelt.

Doch wie nicht anders zu erwarten, wird hier  Wasser geredet und Wein getrunken.

Gerade einmal eine Nennleistung von 12MW sind im Land Berlin installiert. Das sind nicht mal 3 (drei!) Windräder von den 11 die in Serkenrode geplant sind.

Damit würden allein in Serkenrode 4 x (viermal) so viel Nennleistung installiert wie im hippen Berlin.

Das zum Thema Sankt-Florians-Prinzip oder wie die smarten, grünen Scooterfahrer in Berlin sagen würden: Not in my backyard.

Strategiewechsel im Planungsverfahren – wer kommt auf so eine Idee?

Die Sitzungsvorlage 125/2019 sollte sich jeder, der die Finnentroper Verhältnisse noch nicht kennt, einrahmen.

Da melden sich die Bürger mit 85 Stellungnahmen zur Planung zur Ausweisung der Windenergieanlagen, in der Hoffnung gehört und berücksichtigt zu werden.

Und wie ist der Reflex der Verwaltungsspitze auf dieses Bekunden des Bürgerwillens?

Man zieht in Erwägung, die eingeleiteten Verfahren einzustellen.

Offensichtlich „zieht man auch in Erwägung“, die 85 Stellungnahmen zu entsorgen und den Profiteuren der Windenergie ein laut schrillendes Zeichen zu geben.:“Kommt nach Finnentrop! Hier herrscht das Chaos, hier werden Strategien gewechselt – und hier binden weitere Planungen unnötig personelle Kapazitäten.“ Könnten nicht die Investoren die “Strategie” so verstehen?

Welcher grundsätzliche Weg im Umgang mit dem Bau von Windturbinen der Richtige ist, sei dahingestellt! Aber das willkürliche Umschalten im laufenden Verfahren ist der Schlechteste.

Oder ist dieser Vorschlag die erste Retourkutsche wegen der chaotischen Benennung des CDU-Bürgermeisterkandidaten 2020?

Hat der jetzige Bürgermeister nicht ständig die Planung als Steuerungsmöglichkeit der Kommune als den besten Weg im Sinne der Bürger angepriesen?

Die Forderung der BI Gegenwind, der Nafinn und der Freien Wähler nach eigenen Gutachten wurden ja ständig mit der Mehrheit der CDU abgewiesen.

Nun noch einmal für´s Protokoll: Es ist nun  endgültig an der Zeit, die harten und weichen Tabuzonen in der Gemeinde Finnentrop zu benennen, eigene Gutachten in Auftrag zu geben und den 85 Stellungnahmen die Aufmerksamkeit zu gewähren, die sie verdient haben.

Daher ist es wichtig, am 17.12. an der Ratssitzung teilzunehmen und im Vorfeld die GROKO im Finnentroper Gemeinderat aufzuklären, was ein wiederholtes Nicken letztendlich für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde bedeutet.

Die Sitzungsvorlage klick