Leserbriefe zum ÖPNV Antrag der Freien Wähler

Ich möchte euch zwei Leserbriefe zum Thema ÖPNV Antrag der Freien Wähler Finnentrop nicht vorenthalten.

Leserbrief von Martin Hageböck CDU klick hier

Leserbrief von Clemens Bernemann Freie Wähler Finnentrop klick hier

Warum die FINNENTROPER CDU sich einem moderner und ökologischen ÖPNV verschließt, kann nun wirklich niemand mehr verstehen. Das  alle anwesenden CDU Räte und ihr Anhängsel SPD den Antrag der Freien Wähler ablehnen ist bezeichnend für das innerparteiliche Demokratieverständnis. Man wolle beobachten – sorry, fürs beobachten werden Räte nicht gewählt und Verwaltungen nicht bezahlt. Einfach mal anfangen zu arbeiten, Konzepte zu überlegen, Versuche zu starten wie wäre es damit? Oder in Drolshagen oder Lennestadt nachfragen, die sind bekanntlich lange über das Beobachten hinweg beim praktischen Versuchen.

Was gebären unserer Christdemokraten anstelle von Konzepten? Wortungetüme wie „Schaufensteranträge“ um ihre Tatenlosigkeit mit solchen Killerphrasen zu entschuldigen, ist einfach schwach und erbärmlich.

Berg Tabor-Messe im Freien

Eucharistiefeier am Sonntag, den 11. August um 11 Uhr in Weuspert/Finnentrop, 300 m Fußweg von der Kapelle aus. Sonntag nach dem Fest „Verklärung Christi auf dem Tabor“. Herrliche Kulisse auf die Sauerländer Berglandschaft.

Energiewende kann nicht heißen, Zerstörung unserer letzten Naturlandschaften.   Vermeintlich gute Lösungen zur Energiegewinnung durch Windindustrieanlagen würden Wald und Berge nachhaltig zerstören. Angesichts unseres bedrohten Lebensraumes möchten wir Schöpfung und Schöpfer feiern und uns für den Erhalt unserer einzigartigen Naturlandschaft Sauerland einsetzen. Eingeladen sind „alle Menschen guten Willens“.

An der Kapelle ist Parken möglich. Achten Sie darauf, was Sie sich gesundheitlich zutrauen können! Weusperter Bürger warten mit Würstchen und Getränken auf.  

P.Joachim Wrede, Kapuziner, Schliprüthen,

NAFINN e.V. und engagierte Bürger der Region

 

Der öffentliche Personennahverkehr – kein Thema in Finnentrop?

Kommentar zur Diskussion über die Verbesserung des ÖPNV in der Gemeinde Finnentrop.

Der Antrag der FW Finnentrop

Die Antwort der CDU

Entgegnung der FW Finnentrop

Ist es nicht einfach schön zu beobachten, wie die Finnentroper CDU einem kleinen Kind gleich, die Finger in die Ohren steckt und laut singt, wenn es um konzeptionelle Anträge der Freien Wähler geht?

Geradezu niedlich und fast liebenswert mutet die Beschreibung der CDU an, wenn man den Antrag zum ÖPNV als „Schaufensterantrag“ tituliert.  Schließlich stellt man das Beste, das Besondere, das Außergewöhnliche ins Schaufenster.

Das der Fraktionsvorsitzende der CDU so großzügig Komplimente an die Opposition verteilt, ist schon aller Ehren wert.

Warum er sich dann aber in der Rolle als Bollwerk gegen diesen Antrag und damit gegen ein eigenes Konzept zur Verbesserung des ÖPNV stellt, bleibt sein Geheimnis.

Liegt das etwa daran, dass man sich in der Mehrheitsfraktion im Finnentroper Rat mit dem beobachten innovativer Konzepte im ÖPNV begnügt? Das ständige wiederholen, dass man nicht zuständig sei, erinnert an alte Beamtenwitze. Bekanntermaßen ist der Finnentroper Rat seit Menschengedenken mit absoluter Mehrheit der CDU ausgestatte. Der Eindruck verfestigt sich, dass man es sich gemütlich gemacht hat. Egal wer diese Ruhe stört, ob die Windkraftgegner im Frettertal oder die Freien Wähler mit ihrem Antrag zur Verbesserung des ÖPNV, wird behandelt wie ein nächtliche Ruhestörer. Dann tritt der Fraktionsvorsitzende auf und ärgert sich. Man kann es ja einerseits verstehen, aber diese Opposition wird er nicht mehr los.

Warum handelt die Finnentroper CDU nicht wie die Parteikollegen in Lennestadt und Drolshagen? Die setzen sich schon lange mit dem Thema auseinander und sind den Finnentroper Räten um Technikgenerationen enteilt.

mehr hier zu Drolshagen

mehr hier zu Lennstadt

Schon im März hat Drolshagen zwei Tage den selbstfahrenden Elektrobus SAM getestet. Lennestadt wird es gleichtun und der Rat hat einstimmig beschlossen sich mit 20.000Euro an diesem Projekt zu beteiligen. Bürger fahren Bürger wird von Lennestadt mit 8500Euro unterstützt. Mitfahrbänke sind in aller Munde und was geschieht bei uns?

Sind die Räte in Drolshagen und Lennestadt auch nicht zuständig, oder verstehen die CDU Parteifreunde dort ihren Auftrag im Sinne der Bürger zu handeln?

Das dann der CDU Fraktionsvorsitzende den PKW als alternativloses Beförderungsmittel für den ländlichen Raum anpreist zeigt die Gefangenschaft in Denkstrukturen von Vorgestern. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat die Problematik in einem Satz treffend zusammengefasst:“ Teilhabe zu ermöglichen bedeutet Mobilität zu ermöglichen“.  Und wenn das wie in den Ausführungen der CDU nur mit dem PKW geht, dann fragen wir, was ist mit den jungen und alten Menschen die keinen Führerschein haben und denen die sich kein Auto leisten können, oder den Menschen, die einfach aus Überzeugung auf den PKW verzichten, wollen wir denen die Teilhabe verwehren? Ist das CDU Politik so lange zu warten, bis sich die Menschen abgehängt fühlen und der Gemeinde Finnentrop den Rücken zukehren?

Wir können doch die vielen Möglichkeiten unserer Nachbarkommunen nutzen. Ob Schulen, Wochenmarkt, Kino, Krankenhäuser, Fachärzte, Kneipen, Fachhandel oder einfach einen Schaufensterbummel, ein optimierter ÖPNV gäbe ein Stück zusätzlicher Lebensqualität.

Wir glauben, dass die lokale CDU den Antrag einfach nicht richtig verstanden hat, als das was er ist, nämlich ein ultimativer Weckruf endlich aktiv zu werden.

 

Finnentrop.net – 150.000

Wir sagen Danke für 150.000 Zugriffe.

Wer hätte 2015 gedacht, dass die Unterstützerseite für die Freien Wähler Finnentrop mal 150,000 Zugriffe schaffen würde? Nun knapp 4 Jahre/ 137 Beiträgen / 42 Seiten später sagen wir ein herzliches Dankeschön für euer Interesse.

Wir haben sicherlich 500 Zuschriften aller Art erhalten. Von Anerkennung über „man kann ja sowieso nichts machen“ bis hin zu unterster Schublade, alles war dabei. Interna aus den politischen Parteien oder der Verwaltung sind nicht Sinn und Zweck der Seite.

Wir haben viele Informationen, die wir vertraulich erhielten auch nicht veröffentlicht. Es ist wirklich erschreckend und bezeichnend für das Obrigkeitsdenken, dass vieles was mit dem Zusatz – aber nicht meinen Namen nennen – angetragen wurde.

Ist das wirklich ein Spiegelbild unserer Meinungsfreiheit? Trifft diese Einstellung besonders auf die verkrusteten Strukturen von Kommunen zu, die wie Finnentrop, immer von einer Partei mit absoluter Mehrheit geführt wurden?

Ein aktuelles Beispiel sind die fehlenden Nehmerqualitäten der CDU wenn es um Windenergie oder auch den ÖPNV geht. Die Reaktion ist alles andere als souverän.  Man spricht in der Psychologie von einem Drang, sich beweisen zu müssen, perfekt zu sein, keine Fehler zu haben, besser zu sein als andere Menschen und das mit Macht zu zeigen. Auch wenn das in der Regel weinerlich daherkommt.

Spannend ist die Wertung nach Themen. Je mehr als 15% der Zugriffe besuchten die Themen: Windenergie, Schule, Brückenbau, Demokratieverständnis und an Nummer eins mit 19% der Zugriffe die spekulativen SWAP Geschäfte.

Die endlose Geschichte: Der Radweg durch den Tunnel bei Lenhausen.

Die Gemeinde Finnentrop hatte 2002 den Lenhauser Tunnel für 25 Jahre an den Jagd- und Sportschützenverein Frettertal verpachtet.

Dieser Vertrag endet im August 2027.

Im Juli 2011 – also vor acht Jahren berichtete der Sauerlandkurier über die Pläne der Gemeinde einen Radweg durch den Tunnel zu bauen, um eine direkte Verbindung von Lenne- und Frettertal zu erreichen. Mehr hier

Da keine Lösung zum Ausgleich der Interessen gefunden wurde, versuchte Finnentrop den Klageweg am Landgericht Siegen.        Mehr hier

Das Gericht entschied 2013 zu Gunsten der Sportschützen, also gegen die Gemeinde Finnentrop. Mehr hier

Finnentrop legte (zu Lasten der Steuerzahler) Berufung am Oberlandesgericht Hamm ein.2014 wies das Oberlandesgericht den Einspruch zurück und ließ auch keine Revision zu. Frei nach dem Motto:“ Die Klage ändert nichts am Vertrage“, waren somit die rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Mehr hier

Die halbe Anschlussbrücke wurde trotzdem gebaut und auf den Namen Lichtblick getauft. Wir haben damals den sinnleeren Lichtblick ökologisch/ökonomisch bewertet. Mehr hier

Das dann sowohl der Bund der Steuerzahler, als auch drei TV Sender (RTL,SAT1 und ZDF) sich diesem Bauwerk angenommen haben, zeigt, wie die Menschen ohne Tunnelblick das Brückenkonstrukt bewerten. Mehr hier

2015 dann das Gerücht, das eine Lösung im Tunnelstreit gefunden wurde. Pustekuchen, leider nicht. Mehr hier

Mittlerweile steht der Lichtblick nun schon seit Jahren „dumm rum“ und ist ein Sinnbild für den Umgang mit Steuergeldern. Vielleicht sollte man dieses Bauwerk im wahrsten Sinne des Wortes als „denk mal“ anerkennen.

Doch dann – plötzlich am 28.2.2018 meldet sich der Bürgermeister zu Wort und machte Hoffnung auf eine schnelle Lösung. Mehr hier

Auch noch vor 4 Monaten  lebte die Hoffnung Mehr hier bis dann im Juli 2019 wieder alles auf 0 gesetzt wurde. Mehr hier

Der Grund – wie bei der Sanierung der Sauna – Kostensteigerungen.

Nun wird seitens der Gemeinde mit Planfestellung und Besitzeinweisung gedroht.

Fragt man sich um was es bei diesem achtjährigen Streit denn eigentlich geht – dann muss die Antwort lauten – :“ Um einen Radweg von ein paar hundert Metern Länge“.

ACHTUNG : Wir haben nur einen Anbieter – das nächste Sauna Highlight!

Es ist schon ein Stück aus dem Tollhaus, was sich in Finnentrop unter dem Titel Umgestaltung Sauna im Finto seit Jahren abspielt. Zu Beginn war die unglaubliche Summe von 650.000 Euro als Investitionsbedarf ausgemacht. Nach zähen zwei Jahren, tauchte eine neue Größenordnung von 850.000 Euro auf. Und schon damals war die Wirtschaftlichkeitsrechnung nur mit rosaroter Brille und deutlichen Lücken in den Grundrechnungsarten zu begreifen.

Man wähnte sich bei 10 zusätzlichen Saunieren an 360 Tagen im Jahr auf der sicheren wirtschaftlichen Seite. Klick hier

Und trotzdem stimmte der Rat dem Konzept zur Modernisierung bei sieben Gegenstimmen und einer Enthaltung 2017 zu klick hier

Und heute, zwei Jahre später hat man tatsächlich EIN Angebot über 1.300.000Euro vorliegen. Das ist nun mal die doppelte Summe gegenüber den ersten Annahmen.  

Warum nur EIN Angebot fragt sich der Steuerzahler, der das alles bezahlen soll? Weil sich auf die Ausschreibung nur ein Anbieter gemeldet hat? Ja – genau so wurde das Ergebnis der jahrelangen Bemühungen über die Medien verbreitet. Und was tut man wenn man nicht mehr weiterweiß, man gründet einen Arbeitskreis, der das Projekt wirtschaftlich retten soll. klick hier

Warum- um alles in der Welt, verkündet man aber ÖFFENTLICH, dass nur EIN Angebot vorliegt. Wie naiv geht man in die Verhandlung mit diesem einzigen Anbieter ohne Wettbewerb? Natürlich kann man mit dem Scheitern des Projektes drohen und vermutlich wird der Arbeitskreis auch zunächst Kosten drücken. Aber – wie sagte es mir der Vorstand eines Technik Generalunternehmers :“ Wenn meine Projektleiter nicht mindestens 20% über Nachforderungen realisieren, dann gibt es keine Erfolgsbeteiligung. Und wenn wir auch noch selbst die Ausschreibung erstellt haben, dann sollten es auch mal 35% sein“.

Hoffen wir, dass sich nun die Einsicht durchsetzt, dass die Investitionen z.B. im Finto Außenbereich besser aufgehoben sind.