Archiv der Kategorie: Brückenwahn

Nichts ist bezeichnender für die Finnentroper Verhältnisse als die Steuerverschwendung beim Brückenstummelbau

Die endlose Geschichte: Der Radweg durch den Tunnel bei Lenhausen.

Die Gemeinde Finnentrop hatte 2002 den Lenhauser Tunnel für 25 Jahre an den Jagd- und Sportschützenverein Frettertal verpachtet.

Dieser Vertrag endet im August 2027.

Im Juli 2011 – also vor acht Jahren berichtete der Sauerlandkurier über die Pläne der Gemeinde einen Radweg durch den Tunnel zu bauen, um eine direkte Verbindung von Lenne- und Frettertal zu erreichen. Mehr hier

Da keine Lösung zum Ausgleich der Interessen gefunden wurde, versuchte Finnentrop den Klageweg am Landgericht Siegen.        Mehr hier

Das Gericht entschied 2013 zu Gunsten der Sportschützen, also gegen die Gemeinde Finnentrop. Mehr hier

Finnentrop legte (zu Lasten der Steuerzahler) Berufung am Oberlandesgericht Hamm ein.2014 wies das Oberlandesgericht den Einspruch zurück und ließ auch keine Revision zu. Frei nach dem Motto:“ Die Klage ändert nichts am Vertrage“, waren somit die rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Mehr hier

Die halbe Anschlussbrücke wurde trotzdem gebaut und auf den Namen Lichtblick getauft. Wir haben damals den sinnleeren Lichtblick ökologisch/ökonomisch bewertet. Mehr hier

Das dann sowohl der Bund der Steuerzahler, als auch drei TV Sender (RTL,SAT1 und ZDF) sich diesem Bauwerk angenommen haben, zeigt, wie die Menschen ohne Tunnelblick das Brückenkonstrukt bewerten. Mehr hier

2015 dann das Gerücht, das eine Lösung im Tunnelstreit gefunden wurde. Pustekuchen, leider nicht. Mehr hier

Mittlerweile steht der Lichtblick nun schon seit Jahren „dumm rum“ und ist ein Sinnbild für den Umgang mit Steuergeldern. Vielleicht sollte man dieses Bauwerk im wahrsten Sinne des Wortes als „denk mal“ anerkennen.

Doch dann – plötzlich am 28.2.2018 meldet sich der Bürgermeister zu Wort und machte Hoffnung auf eine schnelle Lösung. Mehr hier

Auch noch vor 4 Monaten  lebte die Hoffnung Mehr hier bis dann im Juli 2019 wieder alles auf 0 gesetzt wurde. Mehr hier

Der Grund – wie bei der Sanierung der Sauna – Kostensteigerungen.

Nun wird seitens der Gemeinde mit Planfestellung und Besitzeinweisung gedroht.

Fragt man sich um was es bei diesem achtjährigen Streit denn eigentlich geht – dann muss die Antwort lauten – :“ Um einen Radweg von ein paar hundert Metern Länge“.

Prioritäten

Viele Menschen kennen das. Mehrere Wünsche, aber das Geld reicht nur für einen. Dann setzt der Mensch Prioritäten.

Bemerkenswerte Prioritäten setzten mal wieder die Verwaltungsbeamten aus den Finnentroper Amtsstuben. Feuerwehrhaus zu teuer,Feuerwehr klick aber Hochdruck bei den Arbeiten für einen parallelen Radweg.Zum Radweg klick 

Und dann noch eine freudige Ankündigung : Steht das Aus für den Lichtblick unmittelbar bevor. Lichtblick? Was war das noch gleich? Ach ja, das war doch einer dieser Brückenstummel über die RTL,Sat1 und das ZDF berichteten. Doch Steuerverschwendung wird nicht besser, wenn gleich noch was draufgesetzt wird. Wer wird denn wohl die Kosten für den angedachten Umzug und das neue Gelände des Schießclubs bezahlen? Wer zahlt für den parallelen Radweg? Wir die braven Steuerzahler sind natürlich dran.

So ist das mit den Prioritäten!

 

Unterstellung – ein Leserbrief von Clemens Bernemann

Lange gewartet, immer in der Hoffnung der Bürgermeister D. Heß würde den Bericht über den Neujahrsempfang im Sauerlandkurier vom 13.01.2017 relativieren, um die Spitzen der unhaltbaren Unterstellungen abzuschmelzen. Offenbar aber sind alle gegen die Freien Wähler vorgebrachten Anschuldigungen stillschweigend autorisiert und auf dem Neujahrsempfang so getätigt.

Indem die Freien Wähler in so massiver Form angegriffen wurden, hat der Bürgermeister auch mich angegriffen. Denn ich bin Mitglied der Freien Wähler und in deren Vorstand tätig.

Die Berichte überregionaler Fernsehanstalten wurden nicht von den Freien Wählern „initiiert“. Das Thema „Steuerverschwendung ist in der BRD hoch brisant und wird von allen Medien und auch vom Bund der Steuerzahler wegen des öffentlichen Interesses aufgegriffen. Und diese Medien suchen von sich aus nach Ansprechpartnern.

Schlimm ist die Unterstellung, die Freien Wähler würden sich daran „delektieren, dass über die Gemeinde negativ berichtet wird“. Nein, ich erfreue mich daran nicht. Und da ich die Ernsthaftigkeit aller Mitglieder kenne, kann ich sagen, dass dies auch für sie gilt.

Viele Bürgerinnen und Bürger wissen, dass ich seit vielen Jahren für eine Aufwertung der gesamten Gemeinde Finnentrop kämpfe. Das geschah in Leserbriefen, Vorträgen, In Bürgerversammlungen und auch in einem Artikel in „An Bigge, Lenne und Fretter; Heimatkundliche Beiträge aus der Gemeinde Finnentrop; Dezember 2014/Nr.41“. Immer und mit sorgfältiger Recherche habe ich zwar das erforderliche Salz in die hoffentlich richtige Wunde gestreut, aber immer konstruktiv Wege aufgewiesen, wie Finnentrop sich entwickeln könnte und sollte. Weit über den Ortsteil Finnentrop hinaus nahm ich auch die Ortsteile Lenhausen, Rönkhausen, Fretter, Bamenohl und Heggen in den Blick und mahnte an, dass die dortigen Ortsdurchfahrten zu verschönern seien.

Auch habe ich intensiv dargestellt, wie die einzelnen Ortsteile eine Zukunftsperspektive entwickeln können, ohne dem sachten Tod zu verfallen. Mir liegt jegliche Schadenfreude fern. Es ist widersinnig, wenn so etwas behauptet wird.

Im Gegenteil. Ich leide darunter, dass der Ort immer weiter verkümmert. Man möchte doch am liebsten mit geschlossenen Augen durch das Dorf fahren, damit man das Elend nicht sieht. Aber dieses Elend kriecht bereits den Berg hinauf. Und es macht nirgendwo Halt. Das ist traurig. Das ist bitter. Wie sieht denn die Zukunft für Finnentrop aus? Das ist alles andere als lustig! Darum erfreue ich mich auch nicht daran und auch nicht daran, dass „negativ“ berichtet wird. Bestenfalls hoffe ich, dass nach überregionaler Berichterstattung mehr Menschen in Finnentrop ihre Augen öffnen. Dass sie wach werden und mit uns gemeinsam für eine bessere Ausstattung aller, ich betone aller Ortsteile kämpfen.

Ein Neujahrsempfang wäre eine wunderbare Möglichkeit gewesen, diese Entwicklung anzubahnen. Ein Neujahrsempfang sollte m.E. nicht dazu dienen, eine seriöse Wählergemeinschaft in dieser üblen Weise zu diskreditieren. Und deswegen fehlte mir in der Versammlung auch der deutliche und laute Gegenpart.

Clemens Bernemann

Finnentrop

Ratsschänke-Brückenstummel-Radwege

Da bestätigt sich mal wieder die Tatsache, dass es in der Politik nie singuläre Ereignisse gibt. So hängen auch die letzten 3 wichtigen Themen, nämlich der Finnentroper Brückenbau, die Schließung der Ratsschänke und die wirtschaftlichen Effekte der Radwege zusammen.

In seinem Interview zur Schließung der Ratsschänke wird Herr Heß mit den Worten zitiert:“„Es sind viele, viele Brücken gebaut worden, die alle nicht begangen worden sind“.klick hier

Nun ja, wer Finnentroper Brücken vertraut, der fällt vermutlich auf halbem Weg ins kalte Lennewasser. Aber was hat das mit der wirtschaftlichen Situation der Radwege zu tun? Ganz einfach, wo sollen die fremden Radfahrer den im Hauptort das Geld ausgeben. Sind nicht in den letzten Jahren mit Cordes, dem alten Hof und nun der Ratsschänke alteingesessene Restaurants geschlossen? Die städtebaulichen Fehlentwicklungen im Hauptort fordern Tribut. Stadtentwicklung? Da war doch wieder das -leicht abgewandelte – Lied  – und wenn du denkst das kann doch gar nicht sein, sag ich du hast ja so recht, dazu fällt in Finnentrop niemand was ein.

Stern TV

Nun eine erste Zusammenfassung der Reaktionen zur Sendung.

Die Zuschauerquote war mit 3 Millionen und 19% der Seher überwältigend.

Ähnlich fällt die Reaktion der Mails aus.

53 Mails- und Anfragen haben wir erhalten.

Bis auf 3 – Beschimpfungen – auch das ist auf Finnentrop.net gerne gesehen, war es schon bemerkenswert wie gut die Sendung angekommen ist. Den meisten Beifall gab es aus politischen Kreisen unserer Nachbarkommunen. Dazu hat die Sendung auch viele junge Erwachsene erreicht. Exemplarisch eine Mail aus Lenhausen :“ Wenn ich den Lichtblick sehe und gleichzeitig an den Widerstand der Gemeinde gegen das freie Schülerticket denke wird mir schlecht. Jetzt weiß ich wofür unser Alpha Kevin das Geld rausschmeißt“.

Was noch bemerkenswert ist, dass 32 neue RSS Feeds entstanden sind. Das heißt, dass neue Berichte auf Finnentrop.net von wem auch immer registriert werden.

Aber es gab auch lustige Anfragen. Da fragt eine Studentengruppe aus Bamberg an, ob wir auch Führungen zu den Wahrzeichen der Steuerverschwendung anbieten können. Und noch besser ist der Wunsch die Geschichte der „german simpleton bridges“ in Englisch zu veröffentlichen. Der Hinweis eines Experten, das Angela Merkel immer Stern TV schaut ist auch witzig.

Fakt ist, dass wir hier in einer Stunde nach der Sendung mehr als 500Klicks hatten.

Und wenn du denkst das kann doch gar nicht sein,

sag ich doch du mußt in Finnentrop sein.

Es gibt noch so viel zu berichten – später mehr. klick

 

Die Geschichte mit Stern-TV

Die sieben Minuten Stern TV über die Finnentroper Verhältnisse sind gesendet. (zum Video klick)

Wir hoffen, dass möglichst viele Finnentroper die Bauwerke mit neuen Augen  sehen. Aber die Bauwerke sind nur ein Beispiel was aus Politik wird, wenn sie über Jahrzehnte durch dieselben Personen bestimmt wird. Es ist einfach an der Zeit, neuen Köpfen – mit frischen Ideen – anderen Sichtweisen eine Chance zu geben. 

Und damit eine Sache klar ist, Stern TV ist an uns, die Opposition in Finnentrop mit der Bitte um Stellungnahme herangetreten. Wir waren erstaunt – verwundert und dann positiv überrascht. Gleichzeitig ist unser Bürgermeister gebeten worden Stellung zu beziehen. Wir haben die Chance genutzt unsere Meinung zu äußern. Sicherlich kostet das Überwindung, aber wir müssen alle Möglichkeiten nutzen um auf die Missstände hinzuweisen um neuen Unfug zu verhindern. Warum unser Bürgermeister seine Projekte nicht verteidigt hat, bleibt sein Geheimnis. Aber eins können wir als Finnentroper Jungs und Mädels versprechen, Angst haben wir nicht, Duckmäusern werden wir nicht und unsere Meinung werden wir im Wettstreit mit den verkrusteten Strukturen weiter vertreten. Und das nicht nur zur Wahlkampfzeit. 

Es bleibt als Fazit das Zitat von Erich Kästner:“An allem Unfug der passiert, sind nicht nur die schuld, die in tun, sondern auch die, die nicht versuchen ihn zu verhindern“.

Stern TV – Sat1 Morgenmagazin – ZDF Drehscheibe – RTL

Nach Stern TV, klick  Sat 1 klick Morgenmagazin nun auch das ZDFAlle regen sich über die Steuerverschwendungen in Finnentrop auf. Auch die grundsolide  Drehscheibe fragt: „was passiert eigentlich mit unseren Steuergeldern?“ klick hier   Und scheinbar traut sich wieder keiner von der Gemeinde vor die Kamera um die tollen eigenen Bauwerke zu verteidigen!Angst? Feigheit? oder nur Einsicht und Scham wie man mit fremden Geld umgeht? Aber vermutlich sind das alles Nörgler, die mit verschleierten Blick, dass Wesentliche in der Unvollkommenheit nicht erkennen. Und dann wieder die Mär von den Nestbeschmutzern – die FREIEN. Nach dem Motto die Freien Wähler aus Finnentrop rufen und RTL, Sat1 und das ZDF schicken sofort  Kamerateams. PS. CNN hat auch schon angefragt! – War keine Fake News- nur ein Sauerländer Scherz. Wer weiß:-)