Ein Gebot der Gerechtigkeit!

Kann es sein, dass man eine Rechnung für etwas bezahlt, was man nicht bestellet hat?

Kann es sein, dass man sein Leben lang Steuern bezahlt und dann, wenn die Kommune vor der Haustür die Steuermittel verbaut, der brave Bürger die Zeche mitzahlen soll?

Kann es sein, dass Millionen und Hunderttausende in Finnentrop für Saunen, halbe Brücken und Radwege ausgegeben werden, aber die Straßen und Wege zunächst verwahrlost und dann grundsaniert werden müssen zu Lasten der Anwohner?

Wer eine dieser Fragen mit NEIN beantwortet, ist herzlich eingeladen sich der Initiative der Freien Wähler zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge anzuschließen. Klick

PS. Die Freien Wähler in Bayern haben waren mit ihrer Initiative erfolgreich!

 

 

Sparkassenfusion Finnentrop-MK offensichtlich geplatzt!

Wie soeben bekannt wurde sind die Fusionsgespräche zwischen den Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis und der Sparkasse Finnentrop gescheitert.

Hatte man erwartet, dass die Finnentroper Seite zu der Einsicht gelangt wären sich lieber im eigenen Kreis nach Partnern umzusehen, so war das offensichtlich nicht der Grund des Scheiterns. Auf der Internetseite Come on klick wird Dietmar Heß zitiert, dass es bei den Gremien zu keiner Einigung gekommen sei. Als Gremien verstehen wir den Vorstand und den Verwaltungsrat, dessen Vorsitz auf Finnentroper Seite Dietmar Heß innehat. Spannend wird sicherlich im Nachgang sein, über welche Personen in den Gremien keine Einigung erzielt werden konnte. Spannend wird auch sein, ob die Fusion mal wieder das Politiker Vorurteil bestätigt, dass persönliche Gründe wichtiger sind als faktische Tatbestände. Eins scheint aber jedem Laien klar zu sein, MK braucht scheinbar nicht Finnentrop, aber kann Finnentrop langfristig allein bestehen? Bleibt abschließend ein Zitat von Dietmar Heß aus der WP vom 5.10. 2018 klick zum Thema:“„Ein Zusammenschluss der Sparkassen könnte den Rahmenbedingungen erfolgreich begegnen, die Stärken der Institute in Zukunft transferieren und Mehrwerte für die Kunden schaffen“.

Empfehlen möchten wir:

Finnentrop.net Beitrag vom 7.10.2018 unter dem Titel – Abwärts- Lenne abwärts klick.

Bericht Westfalenpost klick

Nachtrag 20Uhr. Das es offensichtlich um Pöstchen ging  bestätigt der soeben erschienene Artikel bei Lokal Plus klick

Also die Frage an den Bürgermeister: „welchen Stellenwert hat  der Mehrwert für die Kunden (Bürger) ?“

Wir bleiben dran.

Weiter so?

Ist das, was wir auf der Politikbühne nun seit einer Generation erleben, der zielführende Weg zu einer modernen und innovativen Gemeinde Finnentrop? Ist es nicht an der Zeit, zunächst die Fakten zu akzeptieren, Alternativen zu Untersuchen und Optimierungsprozesse zu initiieren? Das sind Fragen, die sich einzelne politisch handelnde Personen stellen. In seiner Haushaltsrede am 11.12.2018 hat Christian Vollmert von den Freien Wählern exemplarisch drei Punkte aufgegriffen.

Die Rede klick

Wir haben die Punkte näher untersucht. Die Basis bilden Statistiken des Landes NRW. Um die absoluten Zahlen besser bewerten zu können, wurden sie mit den anderen Kommunen unserer Gemeinde verglichen.

Faktencheck – Wirtschaft klick

Faktencheck – Tourismus klick

1. Wirtschaft

Aus der Haushaltsrede von Christian Vollmert:

Alle Kommunen im Kreis erlebten zwischen 2017 und 2018 einen deutlichen Schub bei der Steuerkraft nach vorne. Finnentrop verlor als einzige Gemeinde im Kreis Olpe deutlich um 4,1%. Attendorn plus 7,9%, Lennestadt plus 11%.

Noch deutlicher stellt sich die Steuerkraft pro Einwohner dar.Der Kreis Olpe kommt auf 1626 €, der Spitzenreiter Attendorn auf 2751 € und wir sind abgeschlagen letzter mit 1083 €. Selbst Drolshagen steht als Vorletzter noch mit 1305 € pro Einwohner besser da.

Die eigene Schwäche wird dann durch Schlüsselzuweisungen kompensiert.Finnentrop ist auf diese externe Stütze angewiesen. In Zahlen: Finnentropkassiert an Zuweisungen von außen pro Einwohner 207 €, Kirchhundem folgtmit 25,70 €. Alle anderen Kommunen im Kreis erhalten ca. 10 € anZuwendungen pro Einwohner. Finnentrop, ich wiederhole 207 € proEinwohner.

Bleibt also als schonungslose Analyse: Finnentrop hat im gesamten Kreis Olpe pro Einwohner die geringste Steuerkraft, dabei das negativste Wachstum und benötigt im Umkehrschluss die mit Abstand höchste Unterstützung. Und das in Zeiten, in denen deutschlandweit die Wirtschaft boomt und die Steuern und Sozialabgaben wie noch nie sprudeln.

Steuerkraft je Einwohner :
Attendorn, Stadt 2.751 €
Drolshagen, Stadt 1.305 €
Finnentrop 1.083 €
Kirchhundem 1.359 €
Lennestadt, Stadt 1.490 €
Olpe, Stadt 1.508 €
Wenden 1.386 €
Kreis Olpe 1.626 €

Entwicklung der Steuerkraft :
Attendorn, Stadt7,9%
Drolshagen, Stadt2,1%
Finnentrop-4,1%
Kirchhundem4,5%
Lennestadt, Stadt11,0%
Olpe, Stadt1,8%
Wenden4,2%
Kreis Olpe5,3%

Schlüsselzuweisungen je Einwohner :
Attendorn, Stadt 10,45 €
Drolshagen, Stadt 13,32 €
Finnentrop 207,05 €
Kirchhundem 25,69 €
Lennestadt, Stadt 12,60 €
Olpe, Stadt 9,51 €
Wenden 9,83 €

 

2. Tourismus

Aus der Haushaltsrede von Christian Vollmert:

„Die prozentuale Entwicklung der Übernachtungszahlen (in Häusern mitmindestens 10 Betten) zwischen dem 1. Halbjahr 2017 und dem 1. Halbjahr 2018 sank in Finnentrop um 22%. Lennestadt verzeichnete ein Minus von 1%. In allen anderen Kommunen des Kreises nahmen die Übernachtungszahlen deutlich zu.Wenn nun, wie geplant, die schönsten Fleckchen der Gemeinde auch noch mit 240 m hohen Windanlagen verunstaltet werden sollen, dann können wir den Bereich Tourismus in der Gemeinde endgültig ad acta legen.“

Hier die Fakten :

 Übernachtungen im 1. Halbjahr (>10Betten)
 20172018Delta
Attendorn, Stadt62738671317%
Drolshagen, Stadt182892012710%
Finnentrop92187145-22%
Kirchhundem231892636214%
Lennestadt, Stadt8691486066-1%
Olpe, Stadt54894558662%
Wenden11848125576%