Radweg oder Datenautobahn?

Hier die Antwort von Christian Vollmert auf eine Anfrage von Herrn Otmar. Wenn ich richtig gerechnet habe, hätte man schon 50% der Kosten realisiert, wenn man sich den „Lichtblick klick“ sparen würde. Ja ich weiß, jetzt kommt wieder die Leier mit den unterschiedlichen Investitionstöpfen. Aber mir drängt sich die Vermutung auf, dass Radwege viel viel viel wichtiger sind als Datenautobahnen.

Ab Hier die Antwort von Christian Vollmert :

Christian Vollmert Hallo Otmar, selbstverständlich sind Deine Bedenken berechtigt. Breitbandausbau ist teuer, da sind wir uns alle einig. Dennoch möchte ich den weiteren Ausbau der Netze als Bürgermeister fordern und auch fördern – dieses in optimaler Weise natürlich kostenneutral.

Wie Du richtig beschrieben hast liegen die Kosten für den Kabelkilometer etwa bei 50.000 bis 70.000 Euro. Diese Zahlen kann jeder dem Internet entnehmen. Aber liegen die verbliebenen ‚weißen Flecken‘ auf der Breitbandlandkarte der Gemeinde Finnentrop wirklich so weit abseits, dass sich kein Ausbau lohnt?

Bereits im Juli 2010 hat die Gemeinde Finnentrop an die Haushalte in Schönholthausen, Ostentrop, Deutmecke, Müllen und Frettermühle Fragebögen verteilt, um den Bedarf an schnelleren Internet zu ermitteln. Von 735 Haushalten, meldeten damals 440 Haushalte ihren Bedarf an.

Zwischenzeitlich wurde versucht, via Funk die dortige verfügbare Bandbreite zu erhöhen (LTE, Richtfunk). Gespräche mit Anwohnern haben mir aber gezeigt, dass diese Lösungen nicht das Optimum darstellen. So schwankt beispielsweise die Verbindungsqualität stark, die Kosten sind zu hoch oder man kommt mit dem verfügbaren Datenvolumen nicht klar.

Wie in den übrigen Ortschaften der Gemeinde Finnentrop kann die optimale Lösung nur der Überbau mit Glasfaserkabel sein. Und dieser ist bis Weringhausen bereits erfolgt.

Wenn wir von dort dem guten alten Kupferkabel nach Schönholthausen folgen (welches derzeit nach einer Reparatur in Frettermühle sogar frei liegt), so beträgt die Strecke bis zur Schönholthauser Ortsmitte tatsächlich nur 3 Kilometer. Von Frettermühle bis Deutmecke wären es entlang der L737 nochmals 1,5 Kilometer und abzweigend bis zur Mittelstraße in Ostentrop nochmals 1,5 Kilometer.

Nach meiner Einschätzung muss es also möglich sein, für die Haushalte in fünf wichtigen Ortschaften insgesamt 6 Kilometer Kabel verlegen zu lassen. Meiner (zugegebenermaßen) recht einfachen und überschlägigen Rechnung folgend, lägen die Investitionskosten bei rund 1.000 Euro pro Haushalt. Fördermöglichkeiten sind hier noch nicht eingeschlossen.

Aktuell verlegt die Telekom über 30 Kilometer Glasfaserkabel um den Haushalten der übrigen Ortschaften schnelles DSL mit 50 Mbit/s ohne Volumenbegrenzung anbieten zu können. Ich werde mich -wie schon erwähnt- mit Nachdruck dafür einsetzen, den Bürgern in den erwähnten Ortschaften durch schnelles, kabelgebundenes Internet endlich wieder einen Standortvorteil zu verschaffen.

Hier ist der 1.April kein Datum – sondern Strategie

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