Anzeige gegen Finnentroper Bürgermeister

titelt die Westfalenpost am 24.2.2018. mehr hier

Jetzt beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Siegen mit der besonderen Art von Spekulationsgeschäften der Gemeinde Finnentrop. Prof. Sinn der Ökonom und Ex.Chef des Ifo Instituts wird zu den Swap Geschäften zitiert:“ „Fahrlässig bis zum Geht nicht mehr“

Nehmen wir uns mal die Antworten vor, die der Bürgermeister als Entschuldigung /Erklärung anführt.

Heß: „Alles Märchen“

Fin.net: Verluste für den Steuerzahler, also für uns alle, haben nichts mit Märchen zu tun. Die Antwort ist bezeichnend.

Heß: „Es gibt keinen Verlust“

Fin.net: Warum wurden dann Rückstellungen in Millionenhöhe gebildet? Diese Aussage ist eine Beleidigung für alle, die Bilanzen interpretieren können.

Heß: “Und wenn es sie gäbe (die Verluste) wäre ich nicht allein verantwortlich“.

Fin.net: Herr Bürgermeister wer ist verantwortlich? Der Pförtner, die Sachbearbeiterin, oder gar die Reinigungskraft. Meine Güte, der voreilende Versuch sich hinter Mitarbeitern zu verstecken trägt schon zwei grundsätzliche Haltungen in sich. A) So sicher, dass die eigene Aussage stimmt, kann man nicht sein. B) Mutig wäre gewesen, wenn man dann die Gesamtverantwortung auf sich genommen hätte.

Der Vergleich mit der EAA* Heß: “Das ist alles geprüft und schon lange erfolgreich abgeschlossen“

Fin.net: Warum ein Vergleich mit dem Nachfolgerunternehmen der WestLB wenn es keine Verluste gibt? Warum sind dann nicht sämtliche Rückstellungen von 5,2Mio.€ dem Haushalt zugeflossen? Warum nur 3,28Mio.€.? Wo sind die verbleibenden 2.000.000€ geblieben?

Die besondere Finnentroper Brisanz an den Geschäften liegt aber auch an der terminlichen Situation. Im Oktober 2007 wurde gewarnt und trotzdem hat Finnentrop im Jan 2008 und Nov 2008 diese Geschäfte getätigt. Am 15.9.2008 ging Lehmann in Konkurs. Damit begann die weltweite Finanzkrise und das Thema Spekulation war wochenlang in aller Munde. Das als „Lieschen Müller“ schon begriffen hatte, was Spekulation anrichtet, die Gemeinde trotzdem im November Swapgeschäfte tätigte, ist nicht nachvollziehbar.

Warum offensichtlich der Rat der Gemeinde nicht beteiligt wurde ist ebenfalls ein Mysterium, dass gemeinhin nur im Land der Satire oder des Märchens zu erklären ist.

*Finnentrop hat einen Vergleich mit der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA), dem Rechtsnachfolger der West LB, im Zusammenhang mit den für die Kommune verlustreichen Swap-Zinsgeschäften geschlossen. Als das Ergebnis der Spekulation auch in Finnentrop klar wurde, klagte die Gemeinde gegen die Bank. Ziel dieser Klage war es vermutlich von den Verpflichtungen aus den abgeschlossenen Swap-Geschäften befreit zu werden.

….und wieder verschwindet ein Stück Finnentrop

Gastkommentar von Christian Vollmert

Durch einen kurzen Hinweis auf der Homepage der Gemeinde Finnentrop bzw. einem Artikel auf lokalplus.nrw am Donnerstag, 22.02.2018, wird von Seiten der Gemeinde Finnentrop lapidar darauf hingewiesen, dass der Finnentroper Wochenmarkt ab sofort nicht mehr im „Versorgungszentrum“ Finnentrop, sondern an der Bamenohler Strasse in Bamenohl, auf dem Parkplatz neben dem Gebäude der Sparkasse Finnentrop stattfindet.

Sicherlich hat der Wochenmarkt in den letzten Jahren an Bedeutung verloren. Dieses nicht zuletzt durch die Tatsache, dass immer weniger Händler Interesse hatten, ihre Waren in Finnentrop anzubieten. Aber die Verantwortlichen im Rathaus Finnentrop sollten sich einmal fragen, warum dieses der Fall ist.

Nachdem der Markt viele Jahre auf dem Marktplatz vor dem Rathaus stattgefunden hat, ist er ohne Not auf den Platz unterhalb des ehemaligen Kaufparks umgezogen. Dort mussten sich die verbliebenen Händler Stellplätze zwischen geparkten Pkws suchen. Erfolgreiche Konzepte, wie sie in anderen Kommunen aufgestellt wurden, um die Attraktivität der Wochenmärkte zu steigern, suchte man in Finnentrop vergebens.

Dieser Umzug des Wochenmarktes von Finnentrop nach Bamenohl ist ein weiteres symbolträchtiges Indiz für einen schleichenden Untergang des „Versorgungszentrums“ Finnentrop. Bekannt ist heute bereits, dass die Sparkasse Finnentrop ihre Zweigstelle am Rathaus in wenigen Monaten schliessen wird. Welche Einrichtung wird als nächstes folgen? Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Finnentrop müssen mit allem rechnen. Und auf eines jedenfalls können sie nicht hoffen: auf eine Reaktion und ein Einlenken aus dem Rathaus.

Fachmann für Infraschall- Kommentar einer Ratsbesucherin

Nach der heutigen Ratssitzung muss ich feststellen, dass unser Herr Bürgermeister besser der Veranstaltung in Serkenrode beiwohnen sollte. Fachwissen in Sachen Infraschall existiert bei diesem Mann meiner Ansicht nicht. Wie soll ich mir sonst die Aussage erklären“ Wenn sie in den Wald gehen und der Wind bläst stehen sie auch im Infraschall“ erklären. Schade, dass es hier keine“Ichlachmichschlapp“ Smilys gibt !!!!!

Das Siechtum des Zentrums

Die fixe Idee das Rathaus auf´m Berg als Zentrum zu definieren hat Finnentrop ins städtebauliche Abseits geführt. Aber das nun weitere privatwirtschaftliche Aktivitäten den Berg verlassen ist schon erschreckend.

Aus Supermarkt wird Discounter, die Sparkassenfiliale schließt und nun flüchten auch die Reste vom Wochenmarkt ins Tal.

Solange die politisch Verantwortlichen den Umstand, dass ihr städtebauliches Konzept gescheitert ist nicht einsehen, wird Finnentrop immer mehr den Anschluss verschlafen.  

Bericht Lokal Plus klick hier

Windkraftpläne in Finnentrop. Ratssitzung vom 20.2.2018

Der Rat folgte einem Antrag der CDU auf eine zeitlich befristete Unterbrechung bei den Windkraftplanungen in Finnentrop.Doch was wurde wirklich beschlossen? Nicht konkret, ohne klare Linie – halt der typische CDU Kurs. Wie in Berlin, so in Finnentrop. Anstelle von einer klaren Kante mal wieder ein sowohl als auch. Doch was war geschehen? Was in den vergangenen Jahren in Punkto Windkraft so schön und reibungslos von der Groko im Rat durchgewunken wurde, geht auf einmal nicht mehr. Da bekommen die CDU Räte in ihren Orten die Leviten gelesen und fallen in das typische Muster. Vertagen, Zeitraum nennen und eine Ausstiegsklausel nachschieben. Wer entscheidet wann die Ausstiegsklausel zieht? Was ist eine solche „Absichtserklärung“ wert?

Das dann gemeinsam die 4 Freien mit dem Bürgermeister den CDU Antrag ablehnten spricht Bände. Vermutlich ohne es zu wollen, hat die „sowohl als auch“ Groko dafür gesorgt, dass die wirklichen Standpunkte nun klar sind und dazu die tiefen Gräben im eigenen Lager offensichtlich werden.

Im Klartext noch einmal die Standpunkte (wie wir den Kauderwelsch interpretieren):

Der Bürgermeister will die Windkraftplanungen zügig vorantreiben.

Die CDU will einen zeitlichen Stopp aber nicht so ganz sicher, oder vielleicht doch nicht wenn sich etwas ändert – oder so.

Die Freien sagen 12Monate  Stopp – und dass ohne Wenn und Aber.

Danke an die CDU für diese strategische Meisterleistung. Es sage keiner mehr, dass eine Bürgerbewegungen in Kombination mit einer kleinen politische Opposition nichts bewirken können.

Bericht Lokal Plus klick hier

Bericht Westfalenpost klick hier

 

Durch den Wind? Hier wird es richtig irrational

Die Rhein Sieg Rundschau berichtet am 28.05.2013 von einer CDU – Podiumsdiskussion.
Zitat:
„Vom Windpark in Finnentrop berichtete der Bürgermeister der sauerländischen Gemeinde, Dietmar Heß (CDU). Dort kam es zu erheblichen Landschaftseingriffen durch den Bau von 200 Meter hohen Anlagen.“ 
Quelle: https://www.rundschau-online.de/5235194 ©2018
Der gesamte Bericht hier klick
 
Das war vor fast 5Jahren. Ist das der Beweis für die Dimensionsblasen als Basistheorie für Zeitreisen?