Nach Serkenrode, Ostentrop und Schöndelt jetzt auch Rönkhausen und Lenhausen?

Was im Umwelt-,Bau-und Planungsausschuss und am 7.12.2017 in öffentlicher Sitzung behandelt wird, wird vermutlich die Zukunft der 5 Dörfer nachhaltig beeinträchtigen. Es geht um die wie im Titel beschriebene „Ausweisung von Vorrangflächen für Windenergie“. Am 12.12.2017 beschäftigt sich dann unter TOP 8 der Rat der Gemeinde mit dem Thema.

Wenn die Anlagen (Höhe = 240m  sind ausgerufen) letztendlich installiert sind, verändern sich unserer Lebensbedingungen immer nach dem gleichen Muster. Infraschall, Gesundheitsprobleme, Wertverfall von Häusern, Schädigung der Natur, Vertreibung von Wildtieren und Tötung von Vögeln. Das, was unserer Gemeinde noch lebenswert macht, die Natur und die Schönheit der Wälder und Berge, wird zu Gunsten einiger weniger Profiteure geopfert.

Und sage keiner, er hätte das nicht gewusst!

Die Bewertung des am 7.9.2017 durch Lokal Plus veröffentlichen Artikels, sollte jeder für sich vornehmen. Aber wenn die Sitzungsvorlage mit dem Bericht vergleicht, sollte man spätenstens aufwachen und fragen :

„WARUM?“

Zitat LP 7.9.2017 :“Keine Windkraftanlagen sollen dagegen, anders als ursprünglich angedacht, oberhalb des Oberbeckens in Rönkhausen entstehen. Dieser Bereich gilt laut Hilleke mittlerweile als „Tabufläche“.

Zitat Sitzungsvorlage der Gemeinde zum Oberbecken vom 23.11.2017  “ Nach Gesprächen mit der Verwaltung wurde hier eine deutliche Reduzierung auf 5 Windenergieanlagen erreicht.“ (Anm. Was müssen wir dankbar sein, dass sich die Gemeinde derart erfolgreich für die Bürger einsetzt)

Die beiden Sitzungen am 7.12. und am 12.12. sind öffentlich. Jeder kann teilnehmen und zusehen, wer abstimmt. und vor allen Dingen  wie.

links : Sitzungsvorlage klick

Steckbrief – Windenergie am Oberbecken klick

LP Artikel vom 7.9.2017 klick

 

 

Der windstärkste Standort im Sauerland vor dem Aus?

 Da hat unser Bürgermeister nach eigenen Angaben den windstärksten Standort im Sauerland in seinem Einflußbereich und dann das Aus?  Was werden die Investoren aus Hannover sagen? Bleibt noch für Ostwind (Regensburg) SL Natur Energie (Gladbeck) und Enervie (Hagen) um sich in Serkenrode, Ostentrop und den Anrainerdörfern zu betätigen. Zitat: „Das sind alles Partner, die wir kennen und mit denen wir vertrauensvoll zusammenarbeiten“.  Mehr hier

Stellungnahme der Freien Wähler zu den Planungen für Windkraft (Lokal Plus)

Nun ist die „Katze aus dem Sack“.  mehr hier klick

Die Windkraft kommt nach Finnentrop. Mit großem Sturm in allen Suchgebieten und mit Rückenwind aus der Verwaltung. „Heß betont, dass die Gemeinde beim Thema Windkraft nicht nur den Einwohnern, sondern auch den Investoren gegenüber verpflichtet sei.“ Um welche Verpflichtung handelt es sich gegenüber den Investoren? Wurden von der Verwaltung Zusicherungen ausgesprochen oder gar Verträge geschlossen, die nicht vom Gemeinderat abgesegnet sind?

Der Bürgermeister ist in erster Linie den Bürgerinnen und Bürgern und dem Rat verpflichtet. Wieso erfahren sie aus der Presse den Planungsstand zur Windkraft? Anfragen von uns und Bürgerinnen und Bürgern wurden sehr kurz gehalten und inhaltlich absolut leer. Nennt der Bürgermeister dieses Vorgehen transparent? Sollten hier nicht alle Bürgerinnen und Bürger eingeschläfert werden, um zu gegebenem Zeitpunkt, die festgezurrten Fakten diesen um die Ohren zu hauen?

Mit den Projektierern der Windkraftanalagen arbeitet der Bürgermeister partnerschaftlich zusammen („STAWAG, Enervie und SL NaturEnergie hätten sich nicht nur partnerschaftlich verhalten, sondern „im Voraus alle viel bringen müssen“. Konkret: unter anderem Windkraftmessungen vornehmen und artenschutzrechtliche Gutachten erstellen lassen. „Das kostet viel Geld, und es wäre unfair, jetzt zu sagen, dass wir erstmal abwarten wollen.“  STAWAG, Enervie und SL NaturEnergie hätten sich nicht nur partnerschaftlich verhalten, sondern „im Voraus alle viel bringen müssen“). Diese Energie fordern wir vom Bürgermeister ein, um mit den Bürgerinnen und Bürgern partnerschaftlich zusammenzuarbeiten.

Es geht bei der Errichtung von Windkraftanlagen nicht um „Fairness“ zu Projektierern, sondern in erster Linie um die Gesunderhaltung der Bürgerinnen und Bürger, um den Schutz der Landschaft und um den Willen der Bevölkerung.

Das Suchgebiet am Oberbecken wurde seinerzeit von der Gemeinde mit der Rotampel belegt, weil dort Schwarzstorch und Rotmilan leben. Wie konnte man dort Planungen zulassen? Wer hat das entschieden? Der Rat jedenfalls nicht.

Wir die Fraktion der Freien Wähler sind entsetzt und stehen auf der Seite der Windkraftgegner.

Um was geht es eigentlich – Kaschieren des Versagens oder die Zukunft unserer Kinder?

Womit sich der Rat der Gemeinde Finnentrop am 14.11.2017 beschäftigt ist schlichtweg unglaublich. Die Verwaltung – und vermutlich deren Chef – will sich vom Rat genehmigen lassen, bei Bedarf rechtliche Schritte gegen die Dreizügigkeit der Realschule Grevenbrück einzuleiten. Im Klartext heißt das, dass nicht alle Schüler ihre Wunschschule besuchen dürfen. Was bilden sich diese Menschen ein, Kinder und Eltern die (Realschul)-Bildung und damit die Zukunft zu verwehren. Wie schlimm muss es um die Finnentroper Schullandschaft bestellt sein, dass man auch nur in Erwägung zieht, solche protektionistischen Mittel zu ergreifen.

Hier dieses Papier, die Sitzungsvorlage dieser Gemeinde klick

Stellungnahme der Freien Wähler klick

Freie Wähler stehen für – freien Elternwillen und freie Schulwahl

Stellungnahme der Freien Wähler Für Finnentrop zum TOP 5 der Ratssitzung am 14.11.2017
Nach Auffassung unserer Fraktion sollten Eltern frei wählen dürfen, in welcher Schulform der Sekundarstufe I ihre Kinder beschult werden.

Je vielfältiger das Angebot ist, um so sicherer können Eltern für ihre Kinder die Entscheidung treffen.

Jegliche Einwirkung auf Nachbarkommunen, insbesondere auf Lennestadt, um an der Realschule Grevenbrück die weitere Zügigkeit zu verhindern, grenzt den Elternwillen ein und beschneidet die Wahlmöglichkeiten.

Darum werden wir dem Bürgermeister die mit der Sitzungsvorlage 93/2017 eingeforderte Ermächtigung nicht erteilen, Schritte oder gar rechtliche Möglichkeiten gegen die Genehmigung der Dreizügigkeit an der Realschule Grevenbrück zu unternehmen.

Der Elternwille darf nicht durch politische Entscheidungen eingegrenzt werden.
Wenn der Bürgermeister den Bestand der Gesamtschule als gefährdet betrachtet, so liegt die Verantwortung dafür im Rathaus. Die Abwicklung der Haupt- und Realschule wurde seinerzeit gegen den Willen der betroffenen Lehrerinnen und Lehrern, sowie gegen den Willen der Eltern ertrotzt. Ich darf im Zusammenhang mit der Schuldiskussion an den arroganten Ausspruch erinnern:

„Wenn man einen Sumpf trocken legen will, dann darf man nicht die Frösche fragen!“
Wenn also heute der Bürgermeister von Bestandsgefährdung der Gesamtschule spricht, dann handelte es sich bei der Errichtung der Gesamtschule vor sechs Jahren offenbar nicht um ein bedürfnisgerechtes Schulangebot. Die Fragen, die sich heute stellen (Erreichung der Mindestgröße der Klassen und Schülerzahlen sowie die Erreichung der Mindestzahlen für die gymnasiale Oberstufe) waren nach Auskunft der Bezirksregierung Gegenstand des Errichtungsprozesses der Gesamtschule und diese seien von der Finnentroper Verwaltung positiv beantwortet worden.

Da drängen sich neue Fragen auf. Vor allem diese: War es richtig, Realschule und Hauptschule auslaufen zu lassen? Dieses Angebot war lange Zeit nämlich bedürfnisgerecht und wäre es noch heute.

Attendorner Erfolg ruft Neider auf den Plan.

Wenn man in unsere Nachbarstadt blickt, dann können wir hier vor Neid erblassen. Wirtschaft = Lokomotive – Investitionen aus eigener Kraft = toll usw. mehr hier

Wir finden im Haushalt z.B. Sanierung des Bahnhofs. Und das in Attendorn, wo die Eisenbahn nun mal wirklich keine historische Wurzeln hat. Ein neues Kino – und viel Geld für die Feuerwehr. Und da man aus allen Nähten platzt, braucht man unbedingt ein zusätzliches Industriegebiet. Wir können Wiethfeld anbieten zum Schnäppchenpreis!

Ich erinnere mich, zu meiner Jugendzeit gab es Attendorner, die nach Finnentrop zum Einkaufen kamen. Die nutzten auch den Eisenbahnknotenpunkt Finnentrop zu den Reisen in die Welt. Aber die hatten auch Typen wie Alfons Stumpf :-)….. Grrrrr Nostalgie – es war einmal – Zurück in die Gegenwart.

Was an Prioritäten in  Attendorn fehlt sind : Saunen – Radwege – Brücken für die Radwege, nun ja, Attendorn hat auch eine halbe Brücke nämlich den Biggeblick. Aber der wird von Merian in einem Atemzug mit der Hafenskyline Düsseldorf, dem Rothaaarsteig und dem Dom genannt mehr hier .

Unser Lichtblick hat es ja auch zu einer eher zweifelhaften Berühmtheit gebracht. Aber das ist eben typisch für die Entwicklung zweier 10km entfernter Kommunen. Wir können nur „neidisch“ über die Bigge blicken und sagen:“ Gut gemacht – und gut das es euch gibt und wir unserer kleinen Fluchten nach euch unternehmen dürfen. Und wir?? Vielleicht können wir demnächst touristisch werben mit : Finnentrop (mittendrin?) nebenan!

Schlüsselzuweisung – ein Kommentar von Clemens Bernemann –

Schlüsselzuweisung

Finnentrop erhält eine höhere Schlüsselzuweisung in Höhe von 1,326 Millionen Euro. Der Kämmerer freut sich. Gut so? Keinesfalls. Fünf Kommunen im Kreis sind so finanzstark, dass sie keine zusätzlichen Schlüsselzuweisungen erhalten. Finnentrop aber hängt am Tropf der Landesregierung.

Das Steueraufkommen der Gemeinde, gemeint ist wohl die Gewerbesteuer, fällt deutlich geringer aus als im Landesdurchschnitt. Wie das? Die Erstellung des Gewerbegebiets Wiethfeld etliche Millionen Euro. Bei solch einer enormen kommunalen Investition müsste doch die Gewerbesteuer sprudeln. Oder wurde der Kosten-Nutzen-Effekt planerisch überschätzt?

Zweimal in Folge in 2016 und 2017 wurde die Grundsteuer B erhöht. Immer mit der Begründung, wichtige kommunalpolitische Projekte finanzieren zu müssen. Mal ist es das Schülerticket, ein anderes Mal werden weitere Erhöhungen angedroht, um die derzeitige zu verharmlosen. War der Lennebalkon ein solch wichtiges Projekt? Spült er Einnahmen in die Gemeindekasse? Ganz Deutschland macht sich darüber lustig, obwohl einem das Lachen im Halse stecken bleibt, weil Steuergelder verschwendet wurden. Jeder einzelne Grundstücksbesitzer in Finnentrop zahlt über die Erhöhung der Grundsteuer B diesen Unsinn. Auch jeder Bürger in NRW zahlt über seine Einkommenssteuern, da hier Landeszuschüsse flossen.

Unterschiedliche Fernsehanstalten nennen die Bauwerke „Lennebalkon“ und „Lenneblick“ Irrsinn.

Wir die Fraktion der Freien Wähler haben diesen „Irrsinn“ nicht mitgetragen. Wir haben in den letzten Jahren stattdessen viele konstruktive Vorschläge gemacht, die leider allesamt abgeschmettert wurden.

Wir forderten mit höchster Priorität Infrastrukturmaßnahmen in den Ortschaften, vor allem in Finnentrop entlang der B 236. Das gilt auch für die Ortsteile Bamenohl, Lenhausen und Rönkhausen. Die überdimensionierten breiten Ortsdurchfahrten hätten längstens zu Gunsten eines schöneren Ortsbildes reduziert werden müssen, bevor man an einen Park denkt.

Wir forderten bereits ebenso mit höchster Priorität in den Haushaltsberatungen für das Jahr 2016 eine deutliche personelle Aufstockung des Haushalts-Produkts „Wirtschaftsförderung“. 0,75 Stellen sind es derzeit. Angesiedelt beim Aufgabenbereich des seit Kurzem ernannten 1. Beigeordneten. Nun hoffen wir sehr, dass dieser eine Vision der Wirtschaftsförderung für Finnentrop vorlegt, damit auch Finnentrop finanzstark genug wird, um aus eigener Kraft einen Haushalt zu stemmen.

Wir fordern auch seit vielen Jahren mit Nachdruck den Neubau eines Gerätehauses für die Feuerwehr.

Seit Jahren mahnen wir die Errichtung eines gemeinsamen Industriegebiets mit der Stadt Attendorn an, einer überzeugenden Win-Win-Situation. Wir wollen die Einnahmen der Kommune verbessern, aber nicht über die Erhöhung der Grundsteuer B, sondern über sprudelnde Einnahmen aus der Gewerbesteuer, so wie das über die ausgezeichnete Konjunktur und solide Haushaltsführung in mittlerweile fast allen Kommunen der BRD geschieht.

Schon vor Jahren erhoben wir den Anspruch, alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule mit Notebooks auszustatten. Jetzt wird damit begonnen, allerdings erst, nachdem ein Landesprogramm dazu gestartet ist, aus dem alle Schulen ausgestattet werden.

All diese Projekte sind uns wichtig. Sie, und nur sie bringen Finnentrop nach vorne. Wenn man von Attendorn nach Finnentrop mit dem Auto über die L539n einfährt, ist links ein Erlebnis von „Hui“ und rechts „Pfui“. Das kann und darf nicht sein.

Deshalb sehen wir der Einbringung des Haushalts 2018 in der nächsten Ratssitzung mit hohen Erwartungen entgegen in Richtung Kernsanierung und dem unwiderruflichen Verzicht auf „Möchte-Gern“-Projekte, die keinen einzigen Cent in die Gemeindekasse spülen.

Schlusslicht Finnentrop erhält die höchste Stütze –

Nach der Modellrechnung des Landes erhält Finnentrop die mit Abstand höchste Schlüsselzuweisung des Kreise Olpe. Was sich positiv anhört ist genau das Gegenteil. Attendorn, Olpe,Kirchhundem, Drolshagen und Wenden gelten als finanzstark und gehen leer aus. Während im Landesdurchschnitt die Steuereinnahmen um satte 9.4%  gestiegen sind, verzeichnet Finnentrop mit 3,8% ein desaströses Ergebnis. mehr hier

Wenn man dann noch bedenkt, dass in diesem Jahr die Grundsteuer und Gewerbesteurer angehoben worden sind, ist das Resultat noch schrecklicher. Was wird aus Finnentrop, wenn die Konjunktur sich abschwächt? Das wir mit Abstand das Schlusslicht im Kreis Olpe sind, sollte doch nun endlich dazu führen, dass Wirtschaftsförderung auf der Tagesordnung steht. HALLO !!!!beschäftigt euch mal endlich mit eurer Aufgabe. Vom Gesülze um Radwege, Radwege und Radwege werden wir keinen Investor für unsere Gemeinde begeistern.  Als ersten Schritt empfehlen wir einen Blick auf das Programm zum Thema Wirtschaft von Christian Vollmert klick hier